Förderungen für Start-ups
Ohne Geld wird selbst aus der besten Idee nur schwer ein Erfolg. Neben Crowdfunding, Business Angels & Venture Capital hält Kärnten interessante Fördermöglichkeiten für Start-ups bereit. Auch mit Wettbewerben bietet das Bundesland unkomplizierte Starthilfe.
Welches Programm kommt für mein Start-up in Frage? Kann ich mein grenzüberschreitendes Projekt für eine Förderung anmelden? Wie kann ich in Forschung und Entwicklung einsteigen? Fragen wie diese stellen sich viele Start-ups. Der Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) gibt daher mit dem KWF Förderungsnavigator eine erste und schnelle Übersicht zu Fördermöglichkeiten. Je nach Unternehmensgröße, Branche und Schwerpunkt des Projektes listet der Navigator genau die Förderungen auf, die in Frage kommen.
Wie unterstützt Kärnten Start-ups?
Gerade in der frühen Phase brauchen Start-ups mehr als nur Kapital. Entscheidend sind auch Orientierung, Know-how und der Zugang zu Infrastruktur. Genau hier setzt Kärnten mit einem breiten Unterstützungsangebot an. „Was Gründerinnen und Gründer brauchen, sind finanzielle Mittel, Werkzeuge zum Entwickeln und Know-how“, sagt Martin Trink, Geschäftsführer des build! Gründungszentrums Kärnten. „In Kärnten gibt es Förderungen von bis zu 200.000 Euro und Finanzierungsmöglichkeiten von bis zu rund 500.000 Euro. Dazu kommen der Zugang zu Infrastruktur und die Unterstützung bei den nächsten Entwicklungsschritten.“
Besonders stark sieht Trink den Standort in der Frühphase von Gründungen: „Schon in der Ideenphase bekommen Start-ups in Kärnten ein sehr breites Unterstützungsangebot.“ Dazu zählen neben Förderungen auch Forschungsinfrastruktur an der Universität Klagenfurt, der FH Kärnten oder den Silicon Austria Labs sowie Unterstützung bei Vernetzung, Prototypenentwicklung und Markteintritt.
© Johannes Puch
Venture Capital und Smart Money
Neben Förderungen können Business Angels und Venture Capital das Wachstum von Start-ups und KMU voranbringen. Der Carinthian Venture Fonds ermöglicht technologieorientierten, internationalisierungsfähigen Start-ups und kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) Zugang zu Risikokapital. Außerdem unterstützt der Fonds Existenzgründerinnen mit Kontakten zu Unternehmen und Investorinnen sowie Know-how in der Unternehmensentwicklung – „smart money“. Der Fonds investiert in Early Stage-, Aufbau- und Wachstumsprojekte in Form von Eigenkapital.
Um nicht ganz so viel Geld, dafür aber zusätzlich um eine große Chance, geht es beim Kärntner Ideenwettbewerb „90 Seconds“.Der Wettbewerb für innovative Projekte wird vom build! Gründungszentrum gemeinsam mit allen Kooperationspartnerinnen aus dem Gründungs-Ökosystem wie der Wirtschaftskammer Kärnten, der Kärntner Betriebsansiedlungs- & Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (BABEG), aspire! Center for Entrepreneurship, Innovation and Social Competence der AAU Klagenfurt, Startup Carinthia und der FH Kärnten ausgerufen und ist ein gutes Sprungbrett für innovative und kreative Persönlichkeiten mit ihren Geschäftsideen.
„Start-ups bekommen in Kärnten nicht nur Förderungen, sondern auch Orientierung.“
Martin Trink, Geschäftsführer build! Gründungszentrum