Kärnten: Ein Ort, an dem Stabilität den Unterschied macht
Nach fast zwanzig Jahren im Ausland kehrte Christian Goritschnig nach Kärnten zurück. In eine Region, die er für ihre Sicherheit und soziale Stabilität schätzt. Heute arbeitet er als Energieberater beim Land Kärnten und diskutiert die Infrastruktur, Dienstleistungen und die Vorteile einer soliden und sicheren Umgebung für Familien.
Nachdem Sie mehrere Jahre im Ausland gelebt und gearbeitet haben, was hat Sie dazu bewogen, nach Kärnten zurückzukehren, und wie prägt diese Erfahrung Ihre Sicht auf Stabilität und Sicherheit in der Region?
Christian: Ich war fast 20 Jahre lang nicht in Österreich. Die Rückkehr war nicht unbedingt geplant, sondern ergab sich, als mein vorheriges Arbeitsverhältnis beendet wurde. Da ich noch eine Wohnung in Österreich hatte, beschlossen wir – meine Familie und ich – zurückzukommen und uns in der Region um Arbeit zu bewerben, da ich hier noch ein soziales Netz hatte. Hier Arbeit zu finden, war anfangs eine kleine Herausforderung, aber am Ende hat alles gut geklappt, und ich bin mit meinem jetzigen Arbeitsplatz in Klagenfurt sehr zufrieden. Ich habe ehrlich gesagt noch nie viel über Sicherheit nachgedacht, aber ja, es ist auf jeden Fall ein großer Vorteil, wenn die soziale Sicherheit in dem Gebiet, in dem man lebt und arbeitet, gegeben ist. Vor allem, wenn man Familie und kleine Kinder hat, ist es ein angenehmes Gefühl, ein stabiles und sicheres Umfeld zu haben, so dass man sich auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren kann und sich nicht zusätzlich zu den täglichen Aufgaben um diese Dinge kümmern muss. Und genau das finden Sie in Kärnten, dazu eine tolle Umgebung mit vielen Möglichkeiten, das Leben außerhalb der Arbeit in einer fantastischen Natur zu genießen!
Welche strukturellen Faktoren sind am wichtigsten, damit Kärnten für seine Stabilität und Sicherheit auf institutioneller, sozialer und wirtschaftlicher Ebene anerkannt wird?
Christian: Ich glaube, die Region hat gute strukturelle Voraussetzungen – die natürlich noch ausbaufähig und verbesserungsfähig sind – auch in Bezug auf die Mobilität, die durch das vorhandene Straßennetz stark beeinflusst wird. Ein verbessertes öffentliches Verkehrsangebot könnte die Attraktivität der Region sicherlich erhöhen – insbesondere in ländlichen Gebieten. Es gibt eine sehr gute Versorgungsinfrastruktur, und die Digitalisierung ist stark auf den Ausbau des Glasfasernetzes ausgerichtet. Der Bildungssektor ist gut entwickelt, mit einer guten Auswahl an Fachhochschulen und Universitäten sowie anderen Bildungseinrichtungen. Auch der Umweltfaktor ist erwähnenswert: Die Natur ist gut erhalten, und Kärnten bietet hervorragende Erholungsmöglichkeiten für alle, die sich gerne in der „freien Natur“ bewegen.
Welchen Einfluss haben die Stärke des Gesundheitssystems und die Zuverlässigkeit der öffentlichen Dienste auf das Vertrauensverhältnis zwischen Einheimischen und Neuankömmlingen?
Christian: Diese Frage ist etwas schwieriger zu beantworten. Die Veränderungen in der medizinischen Grundversorgung machen sich bemerkbar; Kosten und Wartezeiten im medizinischen Bereich sind ein kritischer Faktor und haben sich nicht unbedingt positiv entwickelt – aber es ist immer noch ein sehr gutes System im Vergleich zu vielen der Länder, in denen ich vorher gearbeitet habe. Die Qualität und der Standard sind nach wie vor sehr hoch und niemand muss Angst haben, nicht behandelt zu werden, falls etwas Unerwartetes passiert! Die Verwaltung ist im Allgemeinen sehr gut organisiert, vielleicht wirkt sie manchmal etwas langsam und übertrieben, aber dennoch sehr engagiert und effektiv.
Christian Goritschnig: Energieberater und Ingenieurgeologe
Christian Goritschnig bringt sieben Jahre Erfahrung im öffentlichen Dienst mit, wo er Stadtverwaltungen in den Bereichen Energie, erneuerbare Energien, Anpassung an den Klimawandel und bei der Koordination von EU-Projekten unterstützte, sowie zwanzig Jahre weltweite Erfahrung in Planung und Bauwesen. Sein Hintergrund umfasst Tunnelbau mit NATM, SEM, SCL und verschiedenen TBM-Methoden, aber auch umfangreiche geologische und geotechnische Kartierungen und den Bau von Industriegebäuden. Er hat die Bauaufsicht und Qualitätskontrolle bei Abdichtungs-, Bewehrungs- und Betonarbeiten überwacht, die Ausschreibung und Detailplanung für große städtische Tunnelprojekte geleitet und fundierte Erfahrungen in den Bereichen Massenbewegungsbewertung, Hangstabilisierung und Erosionskontrolle gesammelt.